Kunstautomat
Beteiligung bei dem Kunstprojekt Vorfahrt (Mai/Juni 2006).

Zigarettenautomat wird zum Kunstautomaten.
13 Künstler bestücken einen Zigarettenautomaten mit Multiples.

Foto Kunstautomat

Idee und Konzept: Sabine Schwarz

Beteiligte Künstler:
Die Taschenkünstlerin Renate Narr fertigt Kunstobjekte für die Hosentasche. Ironisch kommentiert sie mit ihren Rauminstallationen in Streichholzschachteln sowohl den Alltag als auch das Kunstgeschehen.

Die Fotografin Julia Baur hat jede Schachtel mit einem Ersatzmann bestückt, der auch nach der WM 2006 zu Diensten steht und kickt.

Julia Hillesheim leistet mit ihrem Multiple einen Beitrag zur Problemlösung im zwischengeschlechtlichen Beziehungsverkehr. Diverse Straßenverkehrsschilder können im beiliegenden Anstecker eingewechselt werden und ermöglichen es dem Nutzer jede momentane Gefühlslage seinem Partner zu signalisieren.

Inge Koch sammelte über Monate Fundstücke entlang der Birkenwaldstraße und hat ihre Schachteln mit diesen Schätzen gefüllt. Der kleine Rettungsring auf jeder Box weist sowohl auf die rettungswürdige Situation der Kunst, als auch auf den künstlerischen Wert der kleinen Dinge am Wegesrand hin.

Die Spielfiguren von Ulrich Krauss verwirren ihren Betrachter, wenn auch manchmal erst auf den zweiten Blick. Zeigen sie doch ungewohnt viel Haut und eigenartige Accessoires an noch eigenartigeren Stellen.

Julia Rein malt Alltagsgegenstände und verleiht ihnen so eine besondere Bedeutung und Aufmerksamkeit. Für den Kunstautomaten hat sie die Zigarettenschachtel-Trompe l`oeils geschaffen.

Maria Grazia Sacchitelli füllt ihre mit „Kick“ titulierten Schachteln mit literarischen Fundstücken und Aphorismen bekannter Denker und Dichter an. Jeder Text ist ein geistiger Kick.

Als Fachfrau für aussterbendes Innendesign bezeichnet sich Karin Schlicht. Ihre mit dem Schriftzug „Das Leben ist schön“ bestickten Aufhänger sind für den alltäglichen Gebrauch bestimmt: Am Küchentuch, am Waschlappen, am Putzlumpen und an allem, was man an den Nagel hängen möchte.

 

Sabine Schwarz huldigt dem Sport. Ihre goldglitzernden Sportlerbilder erinnern an Heiligenbildchen, wie sie in Kirchen verkauft werden. Ironisierung erhält ihre Arbeit nicht nur durch die Fußballwarnhinweise auf jeder Schachtel, sondern auch durch die Kronkorkensportlerbilder.

 

„Popcorn“ heißt das Multiple von Manuela Tirler. Eine echte Bronzeplastik auf Holzsockel verbirgt sich in ihrer Box.

 

Luftbildaufnahmen von der Birkenwaldstraße liefert Jörg Umrath. Seine Arbeiten zeigen exakt den Luftbildausschnitt, der sich über dem Kunstautomaten befindet.

 

Anita Wieses Arbeit trägt den Titel „Freibeuter“. Ihre Buchobjekte entstammen zahlreichen Freibeuter-Schriften, die sie zerschnitten, bemalt und künstlerisch bearbeitet hat. Ihre individuellen Textmarkierungen verleihen jedem Kunstwerk eine eigene Bedeutung.

 

Zu guter Letzt hat auch VORFAHRT einen Kunstschacht im Automaten. Jede Schachtel enthält zwei VORFAHRT-Pins. Die ersten zwanzig Schachteln sind von Wolfgang Seitz signiert.